408081 PS Lebenswelt - Lebensformen: Individuum und Gesellschaft 1

Sommersemester 2015 | Stand: 01.02.2017 LV auf Merkliste setzen
408081
PS Lebenswelt - Lebensformen: Individuum und Gesellschaft 1
PS 2
5
Block
jährlich
Deutsch
Das Proseminar steht in Verbindung mit der gleichnamigen Vorlesung und dient der Vertiefung in die dort erörterten Themen (s. Programm der Vorlesung) durch eigenständige Lektüre, Präsentationen und Gruppendiskussionen. Lernziel: Die Studierenden sollen durch Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken der einschlägigen Fachliteratur Ihr Verständnis für ausgewählte Bereiche von Lebenswelt und Lebensformen vertiefen.

Das Proseminar beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen sozialer Ungleichheit. Hier spielen gesellschaftliche Konstruktionen von Identität und Differenz ebenso eine zentrale Rolle wie auch die Verschränkung von Ungleichheit generierender Kategorien.

Der erste Teil des Proseminars widmet sich einführenden Überlegungen zu sozialer Ungleichheit auf der mikro- und der makrosoziologischen Ebene. Zunächst beschäftigen wir uns mit interaktionistischen und ethnomethodologischen Perspektiven auf Gender (‚doing gender’) und deren Erweiterungen (‚doing difference’). Im Anschluss daran werden strukturelle Achsen der Ungleichheit betrachtet sowie Repräsentationen von Geschlecht, Ethnizität und Klasse.

Der zweite Teil befasst sich mit theoretischen und empirischen Studien zu Intersektionalität. Das Konzept der Intersektionalität untersucht Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen Kategorien wie ‚race’, ‚class’, ‚gender’, aber auch sexuelle Orientierung, Alter, Ethnizität, Nationalität, Religion oder körperliche Konstitution. Dadurch enthält das Konzept das Potential, unterschiedliche Lebenslagen von Menschen in ihren vielfältigen Zugehörigkeiten und Zuschreibungen zu erfassen und Ungleichheitsverhältnisse in ihrer Komplexität zu analysieren. Im Seminar wird diskutiert, welche Möglichkeiten eine intersektionale Forschungsperspektive für die Soziologie bietet, aber auch, an welche Grenzen die methodologische Umsetzung intersektionaler Theorien in der empirischen Sozialforschung stößt.

 

Gemeinsame Erarbeitung zentraler Thesen aus der Lektüre; Inputs der Teilnehmer_innen; Diskussionen; Moderationsgruppen

Referat, Handout, 4 Textzusammenfassungen, Essay, Textlektüre, Mitarbeit

Hirschauer, Stefan (1989): Die interaktive Konstruktion von Geschlechtszugehörigkeit. In: Zeitschrift für Soziologie 18, S. 100-118.

Winker, Gabriele / Degele, Nina (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld

 

positive Beurteilung des Pflichtmoduls gem. § 5 Abs. 1 Z 2.

siehe Termine
Gruppe 0
Datum Uhrzeit Ort
Fr 17.04.2015
12.00 - 19.00 SR I (Theologie) SR I (Theologie) Barrierefrei
Sa 18.04.2015
10.00 - 18.00 SR I (Theologie) SR I (Theologie) Barrierefrei
Fr 12.06.2015
11.00 - 19.00 SR 12 (Sowi) SR 12 (Sowi) Barrierefrei
Sa 13.06.2015
10.00 - 17.45 SR 12 (Sowi) SR 12 (Sowi) Barrierefrei