617501 Der Wandel des Materie-Begriffs im 20. und 21. Jahrhundert und sein Einfluß auf die Theorie der Kulturwissenschaften
Sommersemester 2005 | Stand: 08.07.2005 | LV auf Merkliste setzen617501
Der Wandel des Materie-Begriffs im 20. und 21. Jahrhundert und sein Einfluß auf die Theorie der Kulturwissenschaften
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Der Wandel der Auffassung von Materie im 20. und 21. Jahrhundert ist einer der zentralen Hauptstränge der geistigen und kulturellen Entwicklung der Neuzeit. Dieser Wandel wird, rückblickend gesehen, voraussichtlich die größeren Folgen gezeitigt haben als die meisten ideologischen, politischen, philosophischen und religiösen Bewegungen. Insofern ist er ein zentraler Kulturfaktor der Gegenwart. Jede zeitgemäße Theorie der Kulturwissenschaft muß ihn einbeziehen, was aber bisher nur mangelhaft der Fall ist.
Die Vorlesung bietet im ersten Teil eine voraussetzungslose Einführung in die „klassische“ neuzeitliche Konzeption der Materie und setzt sie in Bezug zur Theorie der Kulturwissenschaften. Der zweite Teil erarbeitet einen eingehenderen Überblick über die „Revolution der Atome“ im Rahmen der Explosion der äußeren Erscheinungen am Beginn des 20. Jahrhunderts, die das bisherige Weltbild radikal in Frage stellt, obwohl wir vorläufig weiterhin mit ihm leben. Die wichtigsten Denker der Naturwissenschaften wie Heisenberg, Bohr, Schrödinger und andere lassen in ihren Schlußfolgerungen zur Deutung der von ihnen aufgedeckten Phänomene ein „Durchsichtigwerden“ des Materie-Begriffs absehen, auch im Sinn einer „Verdoppelung“ der Welt in materielle und materiebedingende Ebene, in denen wir uns künftig zugleich bewegen werden müssen. Ein Ziel der Theorie der Kulturwissenschaften könnte es sein, diese Erkenntnis-Bewegung ins breitere kulturelle Bewußtsein zu heben. Aber die Kulturwissenschaften des 21. Jahrhunderts müssen den Wandel der Materie auch in die eigenen methodischen und theoretischen Voraussetzungen und in ihr programmatisches Selbstbild integrieren, wenn sie mit der Wirklichkeit der Zeit in Kontakt bleiben oder sogar eine avantgardistische Rolle in ihr spielen wollen.
Vorlesungen mit Diskussion, Video-Filme und Hörbilder.
Mündliche Prüfung.
J. D. Barrow, Theorien für Alles. Die philosophischen Ansätze der modernen Physik, Spektrum Verlag Berlin 1992; R. Benedikter (Hg.), Kultur, Bildung oder Geist? Skizzen zur Gestalt der mitteleuropäischen Humanwissenschaften im 21. Jahrhundert, Innsbruck-Wien-München 2004; A. Zeilinger u.a., Quantum (Un)speakables. From Bell to Quantum Information, Springer Verlag, Heidelberg 2002.
Beginn: 11.3.2005
- Philosophisch-Historische Fakultät
- Interfakultäre Studien und interdisziplinäres Angebot
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Fr 11.03.2005
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10.00 - 18.00 | 40124 SR 40124 SR | ||
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Sa 12.03.2005
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10.00 - 18.00 | 40124 SR 40124 SR | ||
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Fr 18.03.2005
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13.00 - 19.00 | 40506 SR 40506 SR | Barrierefrei | |
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Sa 19.03.2005
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10.00 - 18.00 | 40124 SR 40124 SR | ||
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Fr 08.04.2005
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10.00 - 18.00 | 40124 SR 40124 SR | ||
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Sa 09.04.2005
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10.00 - 18.00 | 40124 SR 40124 SR | ||
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Mo 25.04.2005
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09.00 - 12.00 | 40601 UR 40601 UR | Barrierefrei | Prüfung |