692031 UE Methoden der Konflikttransfomation II: Theatre for Living

Sommersemester 2026 | Stand: 08.01.2026 LV auf Merkliste setzen
692031
UE Methoden der Konflikttransfomation II: Theatre for Living
UE 2
5
Block
2-Jahresrhythmus
Englisch

Dieser Workshop mit David Diamond ist eine Erkundung unserer „Kämpfe um Frieden“ unter Verwendung einer verkörperten, vorerst nonverbalen Sprache des Theaters. Die Teilnehmer*innen lernen einige Theatertechniken, damit Theaterstücke und eine interaktive Aufführung für andere Fakultätsmitglieder und Studierende stattfinden können. Dabei werden auch Entdeckungen gemacht, die für jede und jeden Einzelne*n unterschiedlich sein werden, nämlich was „Frieden“ im Leben eines jeden Menschen bedeutet und welche Hindernisse und Erfolge Menschen dabei haben, diesen Frieden zu finden. Die Teilnehmer*innen werden auch Werkzeuge mitnehmen, um die Sprache des Theatre for Living (Spiele und Übungen) zu verwenden bzw zu sprechen, die sie in ihrer eigenen Friedensarbeit und anderen Arbeiten einsetzen können, sei es intern, mit Freunden/Familie, Kolleg*innen oder innerhalb größerer Strukturen. Es ist keine Theatererfahrung erforderlich für diesen Workshop.

(dies kann sich je nach der Chemie des jeweiligen Tages ändern)

Tag 1    Vorstellungen, Teambildung, Bildtheater und Animationen, Abschlusskreis

Tag 2    Teambildung, Vertiefung der Bildtheater-Animationen, Abschlusskreis

Tag 3    Teambildung, Theater-/Improvisationsmethoden, Regenbogen der Wünsche, Abschlusskreis

Tag 4    Struktur des Forumtheaters, Erstellung von Rohfassungen der Stücke, Proben der Stücke, Abschlusskreis

Tag 5    Proben des Forumtheaters, Aufführung des Forumtheaters mit anderen Dozent*innen und Studierenden, Abschlusskreis

Theatererfahrung ist für diesen Workshop nicht erforderlich. Die Spiele sind zwar körperlich, aber niemals übermäßig anstrengend und immer freiwillig. Bei den Spielen geht es darum, unsere Sinne für das Sehen (nicht nur das Schauen), das Zuhören (nicht nur das Hören) usw. zu wecken. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, Momente aus ihrem eigenen Leben zu schildern, in denen sie darum kämpften, „Frieden zu finden”, was auch immer das für sie bedeutet. Es geht dabei niemals um Erfahrungsberichte (außer freiwillig, bei „Rainbow of Desire”) – es beginnt damit, dass mit sich selbst und den Körpern der Teilnehmerinnen und Teilnehmern in verschiedenen Posen „eingefrorene Bilder” geschaffen werden. Die Arbeit kann sich nicht um „die Leute da draußen” drehen, sondern nur um „uns hier drinnen”. Wenn Theaterstücke entstehen, besetzen die Teilnehmenden Rollen, die sie spielen können, die aber nicht direkt sie selbst sind. Wir werden Theaterstücke schaffen, die Fiktionen sind, die eine kollektive Wahrheit von Gruppen von Teilnehmenden erzählen, aber keine Geschichte einzelner Teilnehmer*innen sind. 

Im Forumtheater wird ein kurzes Stück (vielleicht 2 Minuten lang), das sich zu einer Krise zuspitzt und dann stoppt, vor einem Publikum aufgeführt, damit dieses es sehen kann, und dann erneut aufgeführt. Beim zweiten Mal kann das Publikum die Handlung unterbrechen und eine Figur ersetzen, deren Konflikt es versteht, und versuchen, das „Problem“ irgendwie zu lösen, während die anderen Schauspieler*innen in ihrer Rolle improvisieren. In diesem Fall lautet die Aufforderung an das Publikum wahrscheinlich (wir müssen dahin kommen), „Frieden zu schaffen“. Die Untersuchung und die unterschiedlichen Perspektiven darüber, was das für die Figuren und die Gemeinschaft bedeutet, sind Teil der Kraft des Stücks.

Jeder Tag endet mit einem formellen Abschlusskreis. Dieser dient zum Teil der Selbstbewertung. Je mehr sich einE Teilnehmer*in auf den Prozess des „Theatre for Living“ einlässt, desto mehr passiert im Workshop und desto mehr nehmen alle mit. Je weniger sich jedeR Teilnehmer*i einbringt, desto weniger passiert und desto weniger nehmen alle mit. Anwesenheit ist verpflichtend. Ich werde das Engagement der Teilnehmer*innen nicht durch eine Note bewerten. Eine Woche nach Abschluss des Workshops ist ein Reflexionspapier mit 1000 bis 1500 Wörtern einzureichen, um den Kurs erfolgreich abzuschließen.

Es gibt keine Pflichtlektüre, aber wenn die Teilnehmer*innen möchten, finden sie unter www.theatreforliving.com viele Informationen über Theatre for Living, 38 Jahre Projektinformationen und kostenlose Videos von ALLEN MainStage-Produktionen von 1981 bis 2018. Mein Buch „Theatre for Living: the art and science of community-based dialogue” ist über Online-Händler in Englisch, Deutsch (Theater zum Leben), Spanisch (Teatro para la Vida) und Farsi (زندگی بە فارسی منتشر شد) erhältlich.

16.03.2026
  • SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
Gruppe 0
Datum Uhrzeit Ort
Mo 16.03.2026
09.00 - 12.30 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Mo 16.03.2026
13.30 - 18.00 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Di 17.03.2026
09.00 - 12.30 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Di 17.03.2026
13.30 - 18.00 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Mi 18.03.2026
09.00 - 12.30 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Mi 18.03.2026
13.30 - 18.00 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Do 19.03.2026
09.00 - 12.30 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Do 19.03.2026
13.30 - 18.00 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Fr 20.03.2026
09.00 - 12.30 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung
Fr 20.03.2026
13.30 - 18.00 Auswärtiger Ort Auswärtiger Ort Haus der Begegnung