720354 SE Spezielle Themen der Interventions- und Therapieforschung: Persönlichkeitsfunktion und Mentalisierung in der Interventions- und Therapieforschung (DSM-5 AMPD & ICD-1

Sommersemester 2026 | Stand: 04.12.2025 LV auf Merkliste setzen
720354
SE Spezielle Themen der Interventions- und Therapieforschung: Persönlichkeitsfunktion und Mentalisierung in der Interventions- und Therapieforschung (DSM-5 AMPD & ICD-1
SE 2
5
wöch.
semestral
Deutsch

Nach Abschluss der Lehrveranstaltung verfügen die Studierenden über vertiefte Kenntnisse zur Persönlichkeitsfunktion (personality functioning) und Mentalisierung als zentralen transdiagnostischen Konzepten in der klinisch-psychologischen Forschung sowie der Interventions- und Therapieforschung. Sie können die Modelle des DSM-5 AMPD (Kriterium A/B) und den ICD-11-Ansatz zur Persönlichkeitsstörung (Schweregrad/Traits) konzeptionell einordnen, vergleichend diskutieren und hinsichtlich klinischer sowie forschungspraktischer Implikationen bewerten. Zudem sind sie in der Lage, Mess- und Erhebungsansätze zur Persönlichkeitsfunktion und Mentalisierung kritisch zu beurteilen sowie Befunde zu Prognose, Therapieindikation, Prozessvariablen und Behandlungsergebnis in der aktuellen Literatur zu interpretieren.

Das Seminar behandelt Persönlichkeitsfunktion (personality functioning) und Mentalisierung als transdiagnostische Grundlagenkonzepte der klinischen Psychologie sowie der Interventions- und Therapieforschung. Im Fokus stehen (1) theoretische Entwicklungslinien und zentrale Modelle zu Persönlichkeitsfunktion/Struktur und Mentalisierung, (2) die dimensionalen Diagnosesysteme DSM-5 AMPD (Kriterium A/B) und ICD-11 (Schweregrad/Traits) inklusive Gemeinsamkeiten, Unterschieden, (3) Operationalisierung und Messung in Forschung und Praxis (z. B. Interview- und Fragebogenverfahren, klinische Ratings, Prozess- und Verlaufsmaße) sowie (4) empirische Evidenz zur Rolle dieser Konstrukte für Prognose, Indikationsstellung, therapeutische Beziehung, Veränderungsmechanismen und Therapieergebnisse. Ergänzend werden methodische Fragen der Therapieforschung (z. B. Moderation/Mediation, Veränderungsmessung, Bias, Generalisierbarkeit) anhand aktueller Studien diskutiert.

Die Lehrveranstaltung wird im Seminarformat durchgeführt. Zentrale Elemente sind die gemeinsame Lektüre und Diskussion ausgewählter Texte im Plenum, ergänzt durch kurze Impulsreferate, strukturierte Textarbeit sowie Kleingruppenarbeiten. Anhand von Fallvignetten und Forschungspublikationen werden Modelle angewandt und Befunde kritisch eingeordnet. Im Sinne forschenden Lernens entwickeln Kleingruppen im Verlauf des Seminars fokussierte Fragestellungen (z. B. zu Messung, Mechanismen oder Behandlungsvorhersage),bearbeiten diese theorie- und literaturgestützt und präsentieren die Ergebnisse im Plenum. Kurze Übungen zur Studienkritik (Design, Operationalisierung, Bias) unterstützen die methodische Vertiefung.

Die Leistungsüberprüfung erfolgt durch kurze schriftliche Tests zum Verständnis zentraler Inhalte sowie durch aktive Teilnahme an Diskussionen und der gemeinsamen Literaturarbeit.

wird in der LV bekanntgegeben

siehe Termine
Gruppe Anmeldefrist
01.02.2026 00:00 - 21.02.2026 23:59
Hinweis:

Sie müssen für jede Lehrveranstaltung dieses Bereichs Ihre Präferenz abgeben!!

Aufgrund der Präferenzvergabe wird eine möglichst gerechte Verteilung per Zufall unter der Berücksichtigung Ihrer Präferenzen gewährleistet!

Überprüfen Sie unbedingt Ihre Anmeldung in LFU:online. Alle Prüfungen, die bis zum Ende der Anmeldefrist elektronisch erfasst worden sind, werden automatisch bei der Seminarplatzvergabe berücksichtigt.

Ausführliches können Sie auf unserer Homepage nachlesen.

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Spätestens im Laufe des 23.02.2026 finden Sie Ihre bearbeiteten Anmeldungen in LFU:online im Bereich "meine LV Anmeldungen".

Labek K.